Montag, 10. Oktober 2011

Schmerz geht – Stolz bleibt!

Mein erster Halbmarathon ist geschafft!
Die Nacht davor habe ich besser geschlafen als erwartet, habe zwar vom Laufen geträumt, aber es waren keine Albträume!
Am Renntag bin ich zeitig aufgestanden und habe wie üblich ein Müsli gegessen.  Michael hat mich super betreut und mich rechtzeitig zum Start gebracht! Dann hieß es erst mal in der Kälte warten -  erst mal 20 Minuten!!! vor den Toiletten und dann auf den Start!
Das war schon ein tolles Gefühl , die Powermusik, diese Energie und Nervosität, die vielen Menschen, jeder anders im Verhalten vor dem Start und völlig unterschiedlich auch die Kleidung – ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Am Anfang war alles easy und ich versuchte auf das Tempo zu achten, mich nicht zu sehr zu verausgaben, lief dann aber doch sehr (zu) flott – noch ging es ja leicht!;-)
Dann kam die zweite Rennhälfte und es wurde hart. Mein Körper fragte sich warum ich jetzt nicht aufhöre zu laufen, verständlich, da ich beim Training nie mehr als 10 km zurückgelegt hatte – das rächte sich jetzt!
Meine Beine wurden schwer und ich fing an, das Ende herbeizusehnen. Wisst ihr wie lange ein Kilometer sein kann wenn man ihn mit schmerzenden Beinen laufen muss? Am Straßenrand waren immer die Kilometerschilder aufgestellt und so zwischen km 13 und 18 hatte ich eine sehr zähe Rennphase! Gut, dass ich meine Musik dabei hatte, sie motiviert mich immer. So konnte ich mich mit positiven Gedanken, z.B. wie es sein wird, wenn ich nachher mit dem aufblasbaren Delfin glücklich ins Ziel einlaufen werde, etwas ablenken. Es half mir in dieser Phase auch, mich nur auf das nächste Ziel zu konzentrieren, z.B. die nächste Verpflegungsstation, das nächste Kilometerschild.
In der schlimmsten Phase klopfte mir plötzlich ein Läufer im Walhelfer-T-Shirt von hinten auf die Schulter und redete mit mir – es war Veronikas Vater. Ich versuchte zu lächeln und schon zog er locker und leicht an mir vorbei. Das ist ein Gefühl kann ich euch sagen – deprimierend!
Ich habe mich durchgekämpft und als das Ende der Strecke dann absehbar war, so ab km 18, ging es mir dann wieder  besser und ich konnte die Geschwindigkeit wieder steigern.
Mein Fazit, es war eine tolle Erfahrung für einen guten Zweck bis an meine Leistungsgrenzen zu gehen. Nach dem Zieleinlauf war es wunderschön mein Glücksgefühl mit dem Team zu teilen – wir waren alle so erleichtert und stolz, eine super Stimmung. Für das nächste Jahr habe ich mir aber ganz fest vorgenommen mich besser vorzubereiten!



Eure Petra

7 Kommentare:

  1. na das mein Auftritt für dich so deprimierend war wollte ich nun wirklich nicht. Du hast während und nach dem Lauf ja doch gut aus gesehn und die Zeit war ja auch spitze.

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  2. Bravo, Petra! Du hast allen Grund, stolz auf Dich zu sein. Fühl Dir virtuell auf die Schulter geklopft.

    Viele Grüße -

    Natja/Thomas

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  3. Für alle Marathon- / HM - Erststarter/innen ein paar warme Worte:

    Wer schreibt überhaupt hier ? Mein Nachname ist nicht Steffny, ich bin kein Laufpapst, sondern ein Hobbyläufer-Normalo, aber immerhin mit etwas Erfahrung. Und als Arzt behaupte ich vorsichtig, auch was von der Physiologie und Trainingslehre zu verstehen.
    ( Die Fakten: neben unzähligen 10km-Läufen in der Größenordnung 43-45min habe ich folgende Läufe absolviert: Köln-Marathon 1998 in 4h:27min, Köln-Marathon 1999 in 4h:12min, Köln-Marathon 2000 in 3h:57min, Köln-Halbmarathon 2006 in 1h:38min , also schon recht flott ).
    Ich laufe seit meiner Jugend / über 30 Jahren und habe Höhen und Tiefen ( inkl. Verletzungen etc. ) eines Läufers durchlebt.

    Zunächst: ich bereue keinen einzigen Kilometer und vom Marathon-Erlebnis zehre ich ein Leben lang ( liebäugle natürlich noch mal mit einer Teilnahme ).

    Trainingspläne sind graue Theorie
    Ich kenne keinen (berufstätigen) Menschen, der einen Trainingsplan länger als 3 Wochen durchziehen konnte. Wir sind keine Maschinen mit digitalen Zeitkonten ...
    Und was soll die Empfehlung, einen 28km-Dauerlauf zu absolvieren - wie ich im Läufer-Blog des WDCS lesen konnte - für einen Läufer, der nur einmal einen Halbmarathon schaffen will ?

    Das Wichtigste aber: wenn der Trainingsplan sagt: 15km ! , aber der Körper nach 10km signalisiert: heute Akku leer, dann ist man gut beraten, aufzuhören.

    Man muss auf die Signale des Körpers hören ! Nicht jeder Tag ist gleich.
    Pausen(tage) gehören zum Training !! Der Körper plant sich selbst am besten.
    Das einzige, was man aus den Plänen mitnehmen kann ist: Abwechslung
    ( also auch mal schnellere kürzere Läufe, Bergläufe, und mal ein paar Fahrrad-Einheiten ... )

    Drei Dinge noch:
    1. Essen unterwegs ist nicht nötig ( beim HM ganz sicher unsinnig ), Trinken aber von Anfang an wichtig. Alle Wasserstationen nutzen. Hände weg von Powergels, Riegeln und Spezialgetränken, ... Im Zweifelsfall besser die Banane !!!

    2. Beim Hauch einer Erkältung / eines Infektes nicht an den Start gehen.
    Es gibt immer eine zweite Chance, auch wenn es ärgerlich ist.

    3. Niemals neue Schuhe oder frische Socken, sondern Socken 1 Tag vorher tragen, Füße von mir aus abends vorm Wettkampf noch waschen, aber nicht am Wettkampftag noch.

    Und nun allen viel Erfolg !
    N.Z. – ein Finisher wie du und ich!

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  4. Liebe Petra,

    das freut mich sehr! Respekt! :)

    Liebe Grüße aus Köln,
    Sandra

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  5. Hallo Petra,
    gratuliere, super Leistung, du hast bewiesen, dass du noch lange nicht zum alten Eisen gehörst.
    Viele Grüße Gabi

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  6. Gratuliere!!! Das ist eine wundervolle Sache! Eva

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  7. Super Zeit, die Sie da gelaufen sind. Und weiterhin viel Erfolg fürs Projekt.
    Schöne Grüße
    Sven R.

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